Biografie

Hubertus M. Arendt
o  Zertifizierter Natur- und Geoparkführer - Vulkaneifel
o  Zertifizierter Natur- und Landschaftsführer - Eifel (ZNL nach BANU)
o  Staatlich geprüfter Techniker für den Landschaftsbau
o  Meister für Garten- und Landschaftsbau
o  Mitglied im BVGD (Bundesverband d. Gästeführer Deutschland)

Wie und warum ich Gästeführer wurde...?

Hm... Alles begann wohl mit meiner Geburt im kalten Winter des Jahres 1959 zu Düsseldorf am Rhein...

Im Alter von drei Jahren - ich beherrschte gerade meine Muttersprache einigermaßen  fließend - nahm ich in Rom (Italien) als Hauptdarsteller an einer Spirituskanister-Explosion auf dem dortigen Campingplatz teil und verlor mein Gehör...

Doch wie das Schicksal so spielt: im gleichem Maße, wie ein blinder Mensch ein verbessertes Gehör verliehen bekommt, entwickelte sich bei mir der Gesichtssinn.

So dauerte es auch nur wenige Wochen, in denen ich lernte, von den Lippen zu lesen, so dass nicht einmal meine Eltern bemerkten, dass ich ertaubt war.

Das änderte sich erst, als in der 3. Klasse unser neuer Deutschlehrer bei seinen Diktaten, wie eine Raubkatze auf und ab durch die Klasse ging. Sinnigerweise hieß er auch "Gepard".

Fazit: Besuch beim Ohrenarzt und wenige Wochen später meine erste von zahlreichen tympanoplastischen Operationen.

Viel hat es zwar nicht geholfen, doch konnte ich damals auch ohne Hörgeräte einigermaßen gut hören.

Aufgrund meines gesteigerten Gesichtssinnes war ich als Kind schon fasziniert von der Natur in all ihren Facetten.

Fast täglich brachte ich abgebrochene Blütenköpfe vom Blumenladen nebenan mit nach Hause, um mich bis zu ihrem endgültigen Tod an ihnen zu erfreuen.

Als ich dann eines Tages in einem Findling am Rheinufer den fossilen Abdruck eines Lorbeerblattes fand, erweiterte ich meine Leidenschaft auch auf die Paläontologie und im Zuge dessen, auch auf die Geologie.

In den 70ern dann die Gärtnerlehre im Zierpflanzenbau mit Abschluss. Später erweiterte ich die Ausbildung zum Friedhofsgärtner und Floristen und in der Folge zum Fachmann für Garten- und Landschaftsbau.

 

Eine Ausbildung zum Meister empfand ich als überflüssig. Ich wollte DRAUSSEN sein, nicht in irgendeinem Büro sitzen...

Doch abermals half mir das Schicksal auf die Sprünge: Bei einer baumchirurgischen Maßnahme im Düsseldorfer Norden stürzte ich unglücklich aus mehreren Metern Höhe. Allein der Umstand, damals noch aktiv im Kampfsport zu sein, rettete mir vermutlich das Leben. Ich trug lediglich einen komplizierten Bruch im linken Mittelfuß davon, weswegen ich jedoch das Arbeiten in der Natur vorerst an den Nagel hängen und auf berufsgenossenschaftliches Anraten, nun DOCH auf die Meisterschule musste...

Da mir der Meisterbrief allein jedoch nicht genug war (Ich wollte halt immer schon hoch hinaus), holte ich auf der LuVA in Essen meine mittlere Reife nach und erweiterte meine Ausbildung hin zum "Gartenbau-Techniker", die ich anno 1991 erfolgreich mit dem Titel "Staatlich geprüfter Techniker für Landschaftsbau" abschließen konnte.

Nach ein paar Jahren als "Technischer Zeichner" im öffentlichen Dienst, sowie als Kolonnenführer in diversen Gartenbau-betrieben, fasste ich eines Tages den Entschluss, mich selbständig zu machen und gründete "Die Gartenhummel", einen kleinen Landschaftsbaubetrieb mit zuletzt sechs Mitarbeitern.

Ja! Die Hummel war für mich immer schon ein überaus faszinierendes Lebewesen und  für mich der Inbegriff an Fleiß und Ausdauer...

Schon damals hatte ich "Hubi Hummel" als Firmenmaskottchen kreiert.

Früher ausgestattet mit Spaten und Rechen, tauschte er diese Geräte zuletzt gegen den Wanderstab ein.​

Ein Herzanfall im Jahre 2007 zwang mich nicht nur zu einer längeren Schaffenspause, sondern zu guter letzt, nach über zehn Jahren, dazu meine Firma zu schließen.

Die bei dem Herzanfall erlebte "Nahtod-erfahrung", die in mir eine seltsame Verbundenheit zu Schottland hervorrief, führte dazu, dass ich mich verstärkt der Schriftstellerei widmete. Es war eine Verbundenheit, für die ich eines Tages durch eine neuerliche Schicksalsfügung belohnt werden sollte...

 

Ich hatte zwischenzeitlich geheiratet und durch einen ehemaligen Schulkameraden, der in der Altenpflege tätig war, Kontakt zu einem älteren Herrn bekommen, der sein Haus in der Eifel verschenken wollte.

Ja! "Verschenken!"

Als ich jedoch sah, in welch erbärmlichen Verhältnissen der Alte lebte, bot ich ihm als Gegenleistung eine monatliche "lebenslange" Rentenaufbesserung an, die er dankbar annahm.

Ich hatte zwar immer schon von einem eigenen Haus geträumt, wollte es aber nicht auf Kosten eines alten Mannes...

Und so verschlug mich das Schicksal in die schöne Vulkaneifel. Genauer - in das beschauliche Örtchen Scheuern bei Gerolstein.

Jetzt mag sich der eine oder andere bestimmt fragen, was das mit "Schottland" zu tun hat...

Nun... landschaftlich wie klimatisch ist die Vulkaneifel schlichtweg die "kleine Schwester Schottlands". Denn sowohl "Auld Alba" wie auch die "Eifel" wurden beide durch Vulkane geformt und von der Eiszeit geschliffen.

Und da meine Seele bei dem Herzanfall auf irgendeine Weise mit Alba verknüpft wurde - ich in diesem Leben aber wohl nicht mehr dorthin kann - war die Vulkaneifel für mich die denkbar beste und dankbarste Alternative...

Seit Anfang 2017 wohne ich nun hier in meinem kleinen Dorf unweit der Gerolsteiner Dolomiten und dem Eichholzmaar und habe in dieser kurzen Zeit sowohl das Eifler Land, als auch die hier ansässige Bevölkerung in mein Herz geschlossen.

Meine persönlichen Erfahrungen, allein in den paar Jahren, haben mir gezeigt, dass die Vulkaneifel es wert ist, in ihrer ganzen Vielfalt erhalten zu bleiben.

Denn auch wenn hier in der Eifel viele Arten bedroht sind oder bereits ausstarben, wird das Gebiet immer noch durch eine sehr große und vor allem erhaltenswerte Artenvielfalt geprägt...

Zahlreiche staatliche Maßnahmen und mitunter sehr mühsame Überzeugungsarbeit waren bisher nötig, um den außergewöhnlichen Charakter und die Schutzwürdigkeit dieses einzigartigen Landstriches hervorzuheben.

So wurde neben der Reduktion der Fichtenbestände zugunsten von Mischwäldern, unter anderem die „Aktion Blau“ ins Leben gerufen.

Ein Aktionsprogramm, welches seit 1995 erfolgreich die Wiederherstellung naturnaher Gewässerzustände fördert.

Teilweise werden diese Maßnahmen durch staatliche Förderung, teilweise aber auch durch private Initiativen aus der Bevölkerung, unterstützt.

Ich hoffe, dass auch meine Arbeit ein wenig dazu beiträgt, unsere einheimische Bevölkerung und unsere Gäste für den Artenreichtum und die Schönheit der Eifler Natur zu sensibilisieren, um sie so für die kommenden Generationen zu erhalten...

In diesem Sinne: "Tach zesamme!"

Euer Hubertus M. Arendt

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